Tränen

Ersatzobjekt

Ersatzobjekt

Menge:1,5 ml
Gewicht:1,6 g
Farbe:transparent
Erhaltungszustand:unbekannt
Material:Wasser, Proteine, Enzyme, Kochsalz
Herkunft:gesehen in den Augen eines Polizeibeamten während der Durchführung einer Zwangsmaßnahme
Stiftung:3. Quartal 2019
Inventarnummer:19C13

Tränen

Ersatzobjekt

»Das rechne ich ihm sehr hoch an bis heute, dass der eine Polizeibeamte Tränen vergossen hat. Das fand ich sehr wichtig, zu merken, dass jemand einfach meine ganze Verzweiflung sehen konnte.«

Zitat
»Das rechne ich ihm sehr hoch an bis heute, dass der eine Polizeibeamte Tränen vergossen hat. Das fand ich sehr wichtig, zu merken, dass jemand einfach meine ganze Verzweiflung sehen konnte.«
Ding-Geschichte (»plot«)
Michaela hatte Zuhause die Scheibe einer Glastür eingetreten und sich dabei selbst verletzt. Mit blutenden Füßen saß sie in der Badewanne, als ein Notarzt erschien, begleitet von Polizisten. Michaela wehrte sich, bespuckte den Arzt und die Beamten. Da bemerkte sie, dass ein Polizist weinte. Damit entstand ein Moment von gelungener Kommunikation, trotz allem.
Zum Kontext Person
»Die Zwangseinweisung fand ich jetzt nicht schön, aber sie hat mich eigentlich nicht vom Hocker gehauen, auch bis heute nicht. Ich wusste, die massakrieren mich nicht, ich kann da überleben. Ich war zwar tief verängstigt, aber auf einer bestimmten Ebene hat mich das alles nicht mehr so beeindruckt.«
Zum Kontext Forschung
Michaela war erfreut über den Vorschlag des Projektteams, die Tränen ins Museum aufzunehmen. Sie ist überzeugt, dass Anteilnahme und Mitgefühl eine tragende Kommunikation in so einer Ausnahmesituation sein können.