Jute-Tasche

authentisches Objekt

authentisches Objekt

Länge:510 mm
Breite:370 mm
Tiefe:30 mm
Gewicht:189 g
Farbe:beige, dunkelgrüne Applikationen, innen elfenbeinweiß
Erhaltungszustand:stark gebraucht und repariert
Material:Jute, Pannesamt, Baumwolle
Entstehungszeitraum:seit 2018
Handlungszeitraum:Ende 1990er Jahre
Herkunft:selbst hergestellt
Stiftung:3. Quartal 2019
Inventarnummer:19C05

Jute-Tasche

authentisches Objekt

»Also, ich nähe unheimlich viel erhaltend, Wert erhaltend. Ich habe zum Beispiel bei 1-Euro-Socken wahnsinnig lange vorne immer die Löcher zugenäht, oder dann auch was hintergenäht von innen, was kuschlig weich ist. Auch in solche Taschen habe ich etwas reingenäht; diese schönen Stoffe.«

Zitat
»Also, ich nähe unheimlich viel erhaltend, Wert erhaltend. Ich habe zum Beispiel bei 1-Euro-Socken wahnsinnig lange vorne immer die Löcher zugenäht, oder dann auch was hintergenäht von innen, was kuschlig weich ist. Auch in solche Taschen habe ich etwas reingenäht; diese schönen Stoffe.«
Ding-Geschichte (»plot«)
Stefan macht sich Dinglichkeiten schön und pflegt sie auch. Und Taschen sind überhaupt besonders wichtig für ihn. Wenn er das Haus verlässt, hat er fast immer mindestens eine Tasche dabei. Zuhause dienen Taschen ihm auch als Aufbewahrung. Ein paar Jutetaschen besitzt er schon seit mehreren Jahrzehnten. Als eine von ihnen Löcher bekam, hat Stefan sie mit einem Pannesamtstoff ausgebessert; ein Verfahren, das er auch bei anderen Gebrauchsgegenständen angewendet hat.
Zum Kontext Person
Stefan konzentrierte sich beim Interview nicht nur auf einzelne Dinge, sondern ging allgemeiner der Frage nach, was alles »dinglich« ist in seinem Erleben. Dabei stellte er auch fest, dass Stoffe seine »Lieblingsdinge« sind.
Zum Kontext Forschung
Die Interviewerin war wiederholt fasziniert davon, wie sorgend Interviewpartner*innen mit Dingen umgingen, denen im Allgemeinen wenig wert beigemessen wird.